Veröffentlicht in Christin v. M., Satzflüge

* Wechselstimmung. *

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* Wechselstimmung. *

Graumeliert die Wolkendecke.
Zeitlos gestickt das Trist der Stimmung .
Zwischen den Tagesstunden faltet sich Licht.

© Chr.v.M.

Töne bei

Hang Massive

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Veröffentlicht in Ewald Eden, Poesie, Satzflüge

Des Frühlings Werden …

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Des Frühlings Werden …

Hörst du das wispern der Wintergräser
im frostigkahlen Morgenlicht?
Hörst du das tönen der Kirchturmbläser
das sich unter den Wolken bricht?

Hörst du das klingeln der schneeigen Glöckchen
die drängen in Frühlings werdendes Neu –
sehnst du das perlende fröhliche Böckchen,
das Maiengetränk als des Braumeisters Bräu?

Siehst du Frau Stelze dort stelzen am Bach
mit nickendem Schopf und wippendem Stert?
Hörst du der Täubchen ihr gurrendes Lach,
und ist es das werdende Leben dir wert?

Lausch mal der Amsel schwellendes Singen
hoch oben in Baumes verästelter Krone
als eines von vielen göttlichen Dingen
ohn‘ die uns’re Welt wär‘ ziemlich „Ohne“.

Drum lasst uns geniessen das täglich Geschehen
als großherzig‘ Gabe des Schöpfers der Erden –
wenn wir es nicht schätzen dann wird es vergehen
und niemals zur Freude der Enkel mehr werden.

©ee

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Veröffentlicht in Ewald Eden

Ohne Zeit ist unser Raum…

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Ohne Zeit ist unser Raum…

Deine Augen spiegeln die Tiefe der See –
so unergründlich wissensschwer
ich bin so gern in deiner Näh’
das Fühlen – es läuft kreuz und quer

Dich riechen baut die tollsten Träume
ist wie der schönsten Rose Duft
ist süßer wie des Zuckers Schäume
in Kinderlandes Kirmesluft

Flüchtig Ding sind unsere Zeichen
im weichen Sand an Wassers Saum
sie müssen schnell der Zeit entweichen
doch ohne Zeit ist unser Raum

Der Raum in dem die Liebe lebt
der Raum in unserer Seele
wo alles nach Erfüllung strebt
wo nur das Herz befehle.

© ee

Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Wenn dir…

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Wenn dir…

Wenn dir die Tränen laufen
und netzen dein Gesicht,
sagt dir die Seel’ sie möcht’ verschnaufen,
sonst verliere sie ihr Gleichgewicht.

Lass’ deine Tränen fliesssen
ins große Meer der Welt –
ihr Feucht läßt irgendwo erspriessen
Leben unterm Himmelszelt.

Wenn sie dann mit vielen –
vereint im grossen Strom –

strebend zu den Zielen
in Gottes Reich unendlich Dom,

dann haben sie den Sinn erfüllt,
den Schöpfer ihnen zugedacht –
haben mannigfachen Durst gestillt
und dargelegt des Vaters Macht.

© ee

 

merci foto by https://pixabay.com/

Veröffentlicht in Ewald Eden

die Hoffnungsburg.

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Hinter mächtig alten Bäumen
auf wintersbrauner Sommerwiese
steht eine Burg – so recht zum träumen
es fehlt nur noch die Gänseliese

aus Fenstern – wie aus blanken Augen
schauen fröhliche Gesichter
man spürt Zeit an der Seele saugen
und sehnt sich warme Festtagslichter

im Geiste hört man musizieren
es klingt wie zarter Engel Chor
ganz plötzlich ist nichts mehr mit frieren
man kommt sich wie im Himmel vor

man lässt das Denken einfach schweben
malt sich den Duft von süßen Plätzchen
man möchte’ sich selbst ein Küsschen geben
weil man verliebt in dieses Schätzchen.

© ee

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foto dank https://pixabay.com/de/