Veröffentlicht in Christin v. M., Satzflüge

Nachtlichter.

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Nachtlichter.

Faltenfrei die Nacht
die Sternchen fallen.
Der runde Mond nur wacht
die Schritte hallen.

Laternen blitzen,
die Schatten eilen.
Durch alle schmalen Ritzen
Träume, die dort verweilen.

© Chr.v.M.

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Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Die Farben der Sehnsucht……

Die Farben der Sehnsucht……

so fragst Du
wie sind sie
die Farben der Sehnsucht

sind so klar und so rein
sind wie die Farben des Regenbogen
im goldenen Sonnenschein

die Farben der Sehnsucht
sind wie die Farbe der Liebe
die ewig Bestand

die Farben der Sehnsucht
sind wie das strahlen der Augen
in Glück eingebrannt

die Farben der Sehnsucht
sind wie die Freude der Weiber
über ihr Kind

die Farben der Sehnsucht
sind wie das Beben der Leiber
wenn sie in Liebe vereinigt sind

die Farben der Sehnsucht
sind wie blühende Rosen
zwischen den Lippen

die Farben der Sehnsucht
sind wie Münder die kosen
wenn sie an schwellenden Knospen nippen

die Farben Sehnsucht
sind wie goldener Honig
aus glühender Scham

die Farben der Sehnsucht
sind perlend und sahnig
so wie wir es spürten

wenn es uns kam.

©ee

Veröffentlicht in Ewald Eden, Gedanken zum Thema Gesellschaft, Satzflüge

Wenn der Wind sich dreht . . .

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Wenn der Wind sich dreht –

dann trocknen die Tränen
seidig schimmert dein feuchtes Gesicht
man sieht dein Herz nach Liebe sich sehnen
das Auge strahlt in der Hoffnung Licht

Die Hände halten die Momente
der Trauer fest in Ewigkeit
Angst und Sehnsucht uns auch trennte
Liebe eint alles – allezeit

Drum öffne weit der Seele Fenster
laß ein die neue Fröhlichkeit
verscheuch die grauen Neidgespenster
zu neuem Anfang sei bereit

Selbst die größte Trübsal lehrt
behutsam damit umzugeh’n
wenn Trauer sich in Einsicht kehrt
kann man erleichtert weiter geh’n.

© ee

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Veröffentlicht in Ewald Eden, Poesie, Satzflüge

Vergänglichkeit . . .

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Vergänglichkeit . . .

Nebel herrscht wie im Schattenreich
die Bilder verwischen
unendlich und weich

Außendeichs tutet ein Nebelhorn
es klingt so verloren –
mal achtern, mal vorn

du siehst nicht
wo Wasser und Land sich vereinen
an Gräsern hängen Tropfen
als würden sie weinen

man hört seine
eigenen Schritte nicht mehr
es ist alles versunken
im Nebel so schwer

du weißt nicht wo’s lang geht
die Zeit – sie steht still
als wenn sich Gott Neptun
die Welt holen will –

die Welt holen –
Heim in sein Schattenreich
in dem Gut und Böse
auf ewig sind gleich.

© ee

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musik bei :

Veröffentlicht in Ewald Eden, Poesie, Satzflüge

Der „Earl“.

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Der „Earl“.

Der „Earl“ wurd‘ er allgemein nur genannt,
der Herr im Zenit seines Lebens –
seinen richtigen Namen hat niemand gekannt,
und wer danach fragte, der fragte vergebens.

Für jeden kam ihm ein Gruß von den Lippen,
für jeden fand er ein freundliches Wort –
tat stets mit der Hand an die Schiffermütz‘ tippen,
ging nie ohn‘ Adieu aus einem Gespräch fort.

Seine letzte Begegnung unter der Alsterbrücke,
die endete wortlos ohn‘ Hader und Streit –
die oftmals sind des Teufels Krücke,
wenn einer partout nicht zum Nachgeben bereit.

Man fand ihn nachdem man den Zaun eingerissen,
den die ’Geldsäcke’ bauten als schändliches Mal –
ich frag‘ mich, ob jemand ihn wird vermissen,
oder bleibt er nur einer von unbekannt‘ Zahl?

©ee

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Man hat den ‘Earl’ zu Grabe getragen.
Es floss manche Träne in grauwirren Bart.
Ein Mädchen von wohl 5000 Tagen,
es folgte ihm bei seiner letzten Fahrt.

Kein Name steht auf dem einsamen Grab,
und die Blumen verblühen gar bald.
Ein Edelmann ging, wie es keinen sonst gab.
Wie weht doch der Wind heut so kalt…

Doch die Alster wird strömen noch manches Jahr.
Unter Brücken, da ruht es sich gut.
Horch, der Alte erzählt, was hier damals geschah –
ein Zittern geht über die Flut…

©ee 2016-06-15

Veröffentlicht in Christin v. M., Satzflüge

geliebter Schatten .

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geliebter Schatten .

Lege dich in meine Herzkammer
bleibe bei mir
so lange es schlägt

falte
deine Traurigkeiten
zwischen meine Tageshoffnung

es bricht der Himmel mir
bei jedem
deiner Worte auf

Zeitringe
um Handgelenke
wie sie unseren Faden halten.

Ich liebe dich
wie es die Sonnenstrahlen machen
wenn sie durch grauen Wintertage fallen.

Ich atme dich mit jedem Wort
immer wieder
und immer wieder

mit Staunemund.

© Chr.v.M.

Foto : https://pixabay.com/de/

Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Verwirrt . . .

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Verwirrt . . .

Irgendwie muß ich was regeln –
irgendwo bin ich kraus im Kopf,
irgendwann die Gedanken segeln –
wie Nudeln durch den Suppentopf.

Es gibt ‘nen Satz, der hat drei Worte –
ich sagt ihn oft – ich sagt ihn gern,
lag vierzig Jahre auf der Borte –
möchte endlich reisen in die Fern’.

Ich werd ihn an die Leine legen –
einmal im Monat kriegt er frei,
dann kann er durch die Lande fegen –
geballt – als Büffels Urgeschrei.

Und wenn er dann noch hört – zu häufig –
schließ ich ihn in den Keller ein,
da unten kann er ganz geläufig –
ich lieb dich – aus dem Leib sich schrei’n.

©ee

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Foto :https://pixabay.com/de/

Veröffentlicht in Christin v. M., Satzflüge

mein DU

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mein DU

es wird noch zärtlichkeiten geben
wenn alle zeiten sich verschieben
wenn sonnen sich verdunkeln
und nachtumfangen dich
und mich umarmen

es werden unsere tränen sein,
wenn hitze wasser trocknet
mir alle wege sprengt
die ich durchschwimme
dann zu dir

es wird noch liebe geben,
wenn windverweht mir leere zeiten
den atem nehmen,
ewig unkaputtbar bleibt sie
zwischen DIR und mir.

© Chr.v.M.

Veröffentlicht in Ewald Eden, Poesie, Satzflüge

Zärtlichkeiten…

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Zärtlichkeiten…

Zärtlich ich deine Seele berühre
zärtlich streichel ich deine Seerosenhaut
zärtlich ich meine Lippen führe
und spüre wie dein Herzweh taut

zärtlich ich
deine Augen betrachte
zärtlich streift mein Sehnen
deinen lieblichen Mund

zärtlich fühl ich
dein zärtliches sehnen
Zärtlichkeit schließt
unseren ewigen Bund

zärtlich trage ich dich
auf den Händen
zärtlich bette ich dich
in mein Herz

meine Zärtlichkeit
sie wird niemals enden
nicht in der Freude
und auch nicht im Schmerz.

© ee