Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Der Nebelmonat November…

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Der Nebelmonat November…

Man sagt von ihm, er sei unromantisch.
Er hätte nur Platz für Trauer und Geister –
er dulde nur Nebel und Seelenkoppeister.
Er kennt nur auf Gräbern brennende Kerzen –
Gedenken an Gestern und Verluste voll Schmerzen.

Dabei ist es nur seine schattige Seite –
die Wendung von Stille und ruhigem Licht.
Im Halbglanz der Sonne die Stunden durchschreite,
und hör’ wie der Welt Hohnlachen bricht.

Schau segelnde Blätter von kahlenden Bäumen-
rieche des Herbstes vergehende Pracht,
genieße die Farben – beginne zu träumen,
ahne den Frühling – der schon bald wieder lacht.

©ee

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Veröffentlicht in Ewald Eden, Poesie, Satzflüge

Sehnsucht.

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Sehnsucht.

Der Wind – er weht von Norden
und ist doch gar nicht rauh.
Er zeichnet Geistgestalten
in des Novembers Grau.

Die Luft – sie riecht nach Ferne,
Gedanken brechen los –
sie wandern über Sterne –
benutzen sie als Floß.

Und dann – an fremden Ufern,
so neu und doch vertraut –
hört man von stillen Rufern,
kommt her zu uns und schaut.

Sobald wir uns dann wagen
in diese Sehnsuchtswelt,
sind plötzlich wir getragen
hoch über Sund und Belt!

©ee

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Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Stadtalltag …

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Stadtalltag …

Herbstmorgen zwischen
den Häuserblöcken
die Sonne zersplittert
im rauchigen Dunst
schläfrige knittrige
Menschen eilen
mit hastenden Schritten
um schartige Ecken
aus schnörkelnden Träumen
in Alltag geschmissen

Pflicht drängt sie – Pflicht drückt sie
Pflicht beutelt sie arg
was sie versäumen
die wenigsten wissen
so irren sie
durch den zerrissenen Tag
bis abends die Sonne
die Scherben einsammelt
ein mühsam’ Geschäft
für das strahlende Licht

gebeugte Gestalten
die Türen verrammeln
wofür sie gelebt
das wissen sie nicht.

© ee

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Veröffentlicht in Christin v. M., Satzflüge

Zauberlicht.

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Im Zauberlicht der goldnen Bäume
entstehen Tag um Tag mir Träume
im Stundenlauf mir Himmelblau.

Dazwischen schweben zarte Wolken
die Trübsal , Ärger mir wegrollten
durch Tagesgrau, mir klug und schlau.

Unter dem Sonnengold sehnlich tanken
die Seele öffnen ohne Schranken
und Wunder blicken, liebevoll.

© Chr.v.M.

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dankeschön
Veröffentlicht in Christin v. M., Satzflüge

över de Kant

 

im Herzen
den Dialekt bewahrt
aus Kindheitstagen
der auf der Zunge lag
vor vielen Jahren.© Chr.v.M.

in de Harten
d’r en Seggwiesen bewahren
ut de Kinnertied
de up de Tunge ligg
vör mennig Jahren.© Chr.v.M.

 

 

 

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Ik segg`s glieks vörweg: jelesen, jelacht, für good befunden, jekloot! Is also nich uf minen Mist jewachsen.
Aber jenau so und nich anners isses!!!!

– Die norddeutsche Nationalflagge ist der Feudel.
– Die weißen Tauben sind Möwen.
– Für den Norddeutschen zählt alles südlich des Harzes zu Bayern und alles nördlich von Pinneberg zu Dänemark.
– Der Norddeutsche differenziert zwischen Schlickwatt, Mischwatt, Sandwatt und Bringt-dat-Watt.
– Der norddeutsche Gruß lautet “Moin!“, denn “Moin-Moin” ist schon Gesabbel.
– Die korrekte Antwort auf “Moin-Moin” heißt “Moin“.
– “Moin” bedeutet: “Guten Morgen, guten Tag, Mahlzeit, N’abend, auch hier?, wie geht’s?”
– Montags reicht als Antwort auf “Moin” mitunter auch ein einfaches “Fresse!!!“.
– “Klei mi an’n mors” bedeutet: “LmaA, du mich auch, ist mir egal, mach’ was du willst“.
– “Schietwedder” fängt bei Windstärke 12 an.
– Regen ist erst, wenn die Heringe auf Augenhöhe vorbeischwimmen.
– Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben.
– Der Wind kommt immer von vorne.
– Gegenwind formt den Charakter.
– Wenn Orkan angesagt ist, dann nennt der Norddeutsche das “büschn Wind“.
– An der Küste regnet es nicht. Das ist nur feuchte Luft!
– Das norddeutsche “Jo” ist ein vollständiger Satz mit Subjekt, Prädikat und Objekt. Punkt!
– “Fischkopp” ist keine Mahlzeit, sondern die Bezeichnung für die Einheimischen.
– Die Liebeserklärung auf Norddeutsch lautet: “Du bist mir nicht ganz unsympatisch.”
– Man muss einen Norddeutschen nicht alle sechs Monate an eine noch zu erledigende Tätigkeit erinnern: Er hat kein Alzheimer; er überlegt noch!
– Bölkstoff ist Öl für’s Gehirn!
– Wenn ein norddeutscher Handwerker “Oha!” sagt, dann lässt es sich meistens noch reparieren. Sagt er dagegen “Ohaua-haua-ha“, dann wird’s richtig teuer.
– Ümmer suutje blieven, ja nix överdrievn.
– Der Norddeutsche ist lieber arm, aber er selbst, anstatt reich und austauschbar!
– Nirgends strahlt der Himmel so schön grau wie in Norddeutschland.
– Wenn ein Norddeutscher vor Begeisterung total ausrastet, dann äußert sich das in einem gebrummelten “Jo!“.
– “Waat dat watt?” “Dat waat watt!” ist kein Entengeschnatter, sondern ein typisch norddeutsches Gespäch.
– Hochdynamische, norddeutsche Diskussionen verlaufen ungefähr so: “Und sonst?” (Pause) “Und du?” (Pause) “Ich?” (Pause) “Ja!” (Schweigen).
– Der Norddeutsche sagt genauso viel wie Hessen, Rheinländer, Sachsen usw., aber mit wesentlich weniger Worten.
– Viele Norddeutsche sprechen mindestens zwei Sprachen: Einerseits Platt und andererseits fließend Ironisch mit sarkastischem Akzent.
– Krabbenpulen kann man nicht lernen; das steckt in den Genen!
– Der echte Fischkopp kann dat Meer riechen, auch im Binnenland und 180km gegen de Wind.
– Immer dann, wenn de Küche ausgefegt worden ist, gibt’s Labskaus!

 

zu finden auch auf https://schrievhuus.blogspot.com/

Fotos na klar uf https://pixabay.com/de/

 

Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Gelebte Gefühle . . .

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Gelebte Gefühle . . .

Ich sah nur seine spitzen Ohren –
ganz oben etwas eingeknickt –
er schaut mich an – fast wie verloren
mit seinem treuen Hundeblick.

Ich kann es nicht zum Munde kriegen,
das Brötchen – das ich mir bestellt –
es würd’ mir schwer im Magen liegen,
während er vor Hunger bellt.

Ich hab’ es ihm still hingereicht,
er hat es vorsichtig genommen –
die Angst spür’ ich, die von ihm weicht –
ein Stück bin ich ihm nah’ gekommen.

Nach Stunden am Nachhausewege
seh’ ich ihn von weitem schon,
er sitzt ganz stumm – die Augen rege,
blickt er mir seiner Seele Lohn.

Er ist dann einfach mitgegangen –
wir haben uns beide adoptiert –
Herz und Seele sind gefangen
und es ist einfach so passiert.

© ee

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