Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Der Nebelmonat November…

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Der Nebelmonat November…

Man sagt von ihm, er sei unromantisch.
Er hätte nur Platz für Trauer und Geister –
er dulde nur Nebel und Seelenkoppeister.
Er kennt nur auf Gräbern brennende Kerzen –
Gedenken an Gestern und Verluste voll Schmerzen.

Dabei ist es nur seine schattige Seite –
die Wendung von Stille und ruhigem Licht.
Im Halbglanz der Sonne die Stunden durchschreite,
und hör’ wie der Welt Hohnlachen bricht.

Schau segelnde Blätter von kahlenden Bäumen-
rieche des Herbstes vergehende Pracht,
genieße die Farben – beginne zu träumen,
ahne den Frühling – der schon bald wieder lacht.

©ee

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Veröffentlicht in Ewald Eden, Gedanken zum Thema Gesellschaft, Gedankenflüge

Die „DUH“ – ein verwirrtes Kind …

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Die „DUH“ – ein verwirrtes Kind …

Die Deutsche Umwelthilfe ist ein perse krankes Kind,
abstrus an den Gliedern und wirre im Kopf –
gezeugt und geboren in umtreibend’ Wind,
der ständig ihr macht einen zottelig’ Schopf.

Sie presset Justitia in lächerlich Formen,
Gerichte geben dem Druck ständig nach –
entwickeln so Unsinn zu allegemein Normen,
und fördern damit einer falsch’ Klientel Sach’.

Wer bremst endlich dieses unschöne Schlecht
mit seinen giftigen Blüten –
an denen dann stirbt ein letztes Gerecht
durch wirrer Köpfe unbändig’ Wüten.

© ee

ewaldeden2018-11-16

Veröffentlicht in Ewald Eden, Poesie, Satzflüge

Sehnsucht.

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Sehnsucht.

Der Wind – er weht von Norden
und ist doch gar nicht rauh.
Er zeichnet Geistgestalten
in des Novembers Grau.

Die Luft – sie riecht nach Ferne,
Gedanken brechen los –
sie wandern über Sterne –
benutzen sie als Floß.

Und dann – an fremden Ufern,
so neu und doch vertraut –
hört man von stillen Rufern,
kommt her zu uns und schaut.

Sobald wir uns dann wagen
in diese Sehnsuchtswelt,
sind plötzlich wir getragen
hoch über Sund und Belt!

©ee

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Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Stadtalltag …

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Stadtalltag …

Herbstmorgen zwischen
den Häuserblöcken
die Sonne zersplittert
im rauchigen Dunst
schläfrige knittrige
Menschen eilen
mit hastenden Schritten
um schartige Ecken
aus schnörkelnden Träumen
in Alltag geschmissen

Pflicht drängt sie – Pflicht drückt sie
Pflicht beutelt sie arg
was sie versäumen
die wenigsten wissen
so irren sie
durch den zerrissenen Tag
bis abends die Sonne
die Scherben einsammelt
ein mühsam’ Geschäft
für das strahlende Licht

gebeugte Gestalten
die Türen verrammeln
wofür sie gelebt
das wissen sie nicht.

© ee

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Veröffentlicht in Ewald Eden

Tee, Tee und nochmal Tee ..

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Tee, Tee und nochmal Tee …

 

 

Ein Stück stabiler bewahrter und bewährter Kultur – ein Stück Leben in Ostfriesland … „Thiele – Tee“ und seine Zubereitung.

 

Seit fast einem anderthalben Jahrhundert – seit der Gründung des Hauses Thiele in 1873 – bestimmt der Umgang mit dem ostfriesischen ‘Nationalgetränk’ das Sinnen und Trachten der Angehörigen dieser Emder Kaufmannsfamilie. Bei „Thiele & Freese“ dreht sich seit nunmehr 145 Jahren alles um den Tee. Von A bis Z, vom Anfang bis zum Ende.

Die Auswahl der Sämlinge, die Pflege der Anpflanzungen, das sorgfältige Pflücken der Blätter bei der Ernte, deren Einbringen und die weiterführende Bearbeitung in den Anbaugebieten der besten Teeregionen weltweit, der Transport über den Seeweg von der Anbauregion bis hinein in den Emder Hafen und in die Hände der „Thieles“ zum mischen und testen, zum schmecken und kosten, zum abfüllen, verpacken und versenden an den Handel – all das geschieht unter den immerwachen Augen des jeweiligen Familien- bzw. des jeweiligen Unternehmensoberhauptes.

Unvergessen bleiben mir die Worte meines Großvaters, der es einmal so ausdrückte: „De Thieles de sünd to best in Tee, denn mit een Köpke Thiele up d’ Toafel ist all’ns best up Stää.“

Unvergessen bleibt mir aber auch das Sagen des höchsten Repräsentanten einer bekannten Hansestädtischen Teemakelei in einer meiner vielen Radiostunden „Bei Eden am Teetisch“ als Antwort auf mein Bekennen ich sei Konsument von ‘Thiele Blatt’, dem Viertelpfünder in der markanten Packung: „Da geniessen sie ja den ‘Rolls Royce’ unter den Ostfriesentees.“

Die „Thieles“ haben wohl als Besonderheit ein „Tee-Gen“ im Blut, das innerhalb der Familie weitergereicht wird.

Wie sonst sollte sich die über Generationen hinweg gleichbleibende Spitzenqualität in Geschmack und Ergiebigkeit erklären lassen.

Kürzlich bewegte mich nun die Aussage Franz Thieles, dass ein Pfund Thiele Tee 600 Tassen mit goldbraunem Inhalt ergäben, einmal im häuslichen ‘Praxistest’ zu hinterfragen, weil angesichts der Mengenangabe aus dem Munde des Chefverkosters leichte Zweifel an mir nagten. Aber siehe da – auch da steht Franz Thiele mit seinem Namen für die Stimmigkeit dieser Angabe ein.

Das nenne ich Glaubwürdigkeit durch allergrößte Kompetenz, die sicher dazu beitragen wird, dass den Ostfriesen der Titel als Weltmeister im Teeverzehr noch lange erhalten bleibt.

Die Kunstfertigkeit des geschmackvollen Zubereitens und des Darreichens dieser Köstlichkeit wird wohl ebenso lange dem Fingerspitzen- und Zungengefühl eines jeden einzelnen Teetrinkers vorbehalten bleiben.© ee

 

ewaldeden2018-11-12

Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

Gelebte Gefühle . . .

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Gelebte Gefühle . . .

Ich sah nur seine spitzen Ohren –
ganz oben etwas eingeknickt –
er schaut mich an – fast wie verloren
mit seinem treuen Hundeblick.

Ich kann es nicht zum Munde kriegen,
das Brötchen – das ich mir bestellt –
es würd’ mir schwer im Magen liegen,
während er vor Hunger bellt.

Ich hab’ es ihm still hingereicht,
er hat es vorsichtig genommen –
die Angst spür’ ich, die von ihm weicht –
ein Stück bin ich ihm nah’ gekommen.

Nach Stunden am Nachhausewege
seh’ ich ihn von weitem schon,
er sitzt ganz stumm – die Augen rege,
blickt er mir seiner Seele Lohn.

Er ist dann einfach mitgegangen –
wir haben uns beide adoptiert –
Herz und Seele sind gefangen
und es ist einfach so passiert.

© ee

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Veröffentlicht in Ewald Eden, Poesie, Satzflüge

Das Lächeln

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Das Lächeln

Im Bäckerladen hinter Scheiben –
auf strohgeflocht’nen Matten,
liegt Brot – geschnitten und in Laiben –
zwischen weißen Scheuerlatten.

Die Brötchen lachen aus der Kiepe –
gezackt, gekerbt und hörnchenrund,
kauft sie nur – lacht Bäckers Riepe –
Brot ist allezeit gesund.

Aus der überhitzten Backstub‘ –
schaut des Bäckers rot Gesicht,
am Wickel hat er einen Lausbub‘ –
der hat die Fäuste voller Frücht‘.

Die Frau von Metzgermeister Knochen –
die grad Korinthenbrot gekauft,
hat’s Unheil wohl vorausgerochen –
und sich die roten Haare rauft.

Laß ihn geh’n, den kleinen Schlingel –
sagt sie, und lächelt dabei rund,
sie schenkt ihm noch ’nen großen Kringel –
tut damit ihre Güte kund.

Der Kuchenbäcker brummt versöhnlich –
er scheut den Streit mit Metzgers Grete,
denn für normal und für gewöhnlich –
bringt sie die allermeiste Knete.

Das kommt dem Racker sehr gelegen –
er macht sich aus dem Staube rasch,
bevor er geht, zieht er verwegen –
’ne Bockwurst aus Frau Metzgers Tasch‘.

Und die Moral von der Geschichte –
man sieht es und man ahnt es schon,
Geld bewahrt vorm Strafgerichte –
und Undank ist der Welten Lohn.

© ee

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Foto dank https://pixabay.com/de/

Veröffentlicht in Ewald Eden, Satzflüge

November.

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November.

Der Tag verhält in seinem Lauf –

zögernd tasten sich die Stunden
mit klammen Fingern durch die Zeit –
verschleiert hab’ ich dich gefunden.
Natur – du bist zum Schlaf bereit.

Die letzten Blätter segeln träge
vom großen Baum am schwarzen Kolk –
hier und da sieht man am Wege
ein herbstlichmüdes Krähenvolk.

Die Gräser haben sich verwandelt,
geschmückt mit bunten Bändern –
sie tragen schon des Winters Kleid
mit handgemalten Rändern.

Ein müdes Nicken in den Büschen
zeugt noch von leichter Regung,
wenn ab und an ein Rabe schreit
ist das schon viel Bewegung.

Und plötzlich dann – in Tagesmitte,
ein Sonnenstrahl hat sich verirrt –
er eilt mit wunderlichem Schritte
bevor er sich im Dunst verliert.

Die Luft befeuchtet braune Erde,
sie schmücket sich mit weißem Glanz –
des Himmels schäfchenweisse Herde
stellt sich auf zum Wolkentanz.

Der Abend naht – das Dunkel sinkt
auf die Novembererde –
wenn leise dann Musik erklingt
hofft jeder, daß es Frühling werde.

©ee

Foto auf https://pixabay.com/de/

Veröffentlicht in Erzählungen:, Ewald Eden, Gedanken zum Thema Gesellschaft

Ein Bild, das Erinnerungen weckt …

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Ein Bild, das Erinnerungen weckt …

 

Irgendwann war der Name da, und tat gerade so unbefangen, als wäre er schon immer da gewesen – der „Rüstringer Berg“.

Das ging mir durch den Kopf, als ich auf der halben Höhe des künstlichen Hügels zwischen der NWO Tankerlöschbrücke und der 4ten Einfahrt an den dort aufgestellten Dalben aus Eisenholz nach dem Namensschild eines kürzlich verstorbenen, auf See bestatteten und mir lieb gewesenen Menschen suchte.

Diesen Ort hier kannte ich – oder passender, der Himmel über diesem Ort war mir vertraut. Ich kannte ihn schon so lange, wie ich mich an meine Kindertage zurückerinnern kann. Alles das, was ich jetzt unter diesem Himmel vorfand, das musste ich erst mühsam in die vorhandenen Erinnerungsfächer meines Wissens einfügen. Dieser jetzt so veränderte Ort war für uns „End- oder Nachkriegsgewächs“ in unseren frühen Wachstumsjahren der Inbegriff von bizarrer Wildnis und unbegrenzter Freiheit.

Diese, mit den zerstörten Resten militärischer Anlagen, im Hafenbereich aufgeschüttete Halde war unser Berg, wenn wir – stolz wie einst Winnetou in den Erzählungen von Karl May – mit der Hand über den Augen von der Kuppe aus über den Jadebusen blickten, dann gehörte uns Stepkes die Welt der Watten und die Weite des Wassers – Richtung Osten bis hin zu den Butjänter Deichen und gen Norden bis hinter die Kimm.

Ach, was war das eine Welt – eine Welt ohne Zäune und mächtige Stahltore – eine Welt ohne Schilder und ohne Verbote.

Eine Welt, in der die Luft noch nach See schmeckte und nicht nach Diesel, nach Chemie und Chlor roch.

Eine Welt in der der Übergang vom Land zum Wasser noch Sand und Watt und buntes lebendiges steinernes Deckwerk war, und nicht kalter rostbrauner Stahl und lebloser grauer Beton.

All das Neue, das Andere musste ich erst mühsam zur Seite räumen, bis ich die lebendig gebliebenen Grundlagen einordnen konnte.

Und plötzlich waren sie wieder da, die Bilder. Die Bilder von der „Oase“ als dem frühen richtigen Nachtbarbetrieb in der geschundenen Hafenstadt.

Zu einer Hafenstadt, zu „Kaisers Hafen“ zu „Schlicktau“ gehörte schließlich auch ein Etablissement, das die Seeleute, die Besatzungen der Pötte aus aller Welt auf ihren Landgängen anlaufen konnten, und in dem sie für ein paar Stunden vor Anker gehen und ihre Heuer lassen konnten.

Nur liefen zu der Zeit Kaisers Hafen keine Pötte aus allen Winden an – des Kaisers einst so stolzer Hafen war so gut wie tot.

Krabbenkutter, deren Kapitäne mit ihren Netzen auf Munitions- und auf Minenfang gingen, statt auf Granat und Scholle zu fahren, prägten das Bild. Sie zeichneten das Bild einer von gewaltigen Trümmerbergen gesäumten städtischen Küstenlinie.

Die Wirtsleute der Oase brauchten sich aber wegen der fehlenden trockenen Seemannskehlen, um den Ausschank am Tresen, um ihre Umsätze in der Bilanz nicht zu sorgen.

Der Absatz von geistigen Getränken, der Umsatz von Dienst- und Leistungen vieler Art stimmte über all die seemannslosen Jahre hinweg.

Viele Honoren der Jadestadt, deren Namen damals jedem Kind in der Region geläufig waren – waren selbstlos in die Bresche gesprungen, und erfüllten die konzessionierten Schankräume und zugelassenen Nebengelasse mit Leben.

Auch wenn von dem nächtlichen Treiben bei schummrigem Licht in der Baracke auf dem einsamen Berg nichts durch die hölzernen Wände nach draussen drang, blieb den weniger betuchten Menschen im Städtchen nicht ein derber Spruch oder auch ein Kiekser, der sich im Inneren tat, verborgen.

Nun erinnert die jetzigen und nichtvergangenheitskundigen Besucher dieses Fleckchen Erde gar nichts mehr an den Lusttempel längst entschwundener Elendsjahre. Es bietet sich dem Auge des Ankommenden ein völlig anders Bild – bis auf den Weg die Auffahrt zum Parkplatz hinauf, an dem sich ausser dass er in die städtische Parkraumbewirtschaftung mit einbezogen wurde, nichts geändert hat.

 Dessen Anblick und der behelfsmäßige Zustand haben sich über die Zeiten gehalten, Als wenn sie jemand für die Nachwelt konserviert hätte.

Trostlos, erbärmlich, eben nachkriegsmäßig.

Auf eine schon wiederum bewundernswerte Weise vernachlässigt, als wenn es das Neue, das Sehenswerte, das mit Eifer von fleißigen Händen geschaffene Dahinter gar nicht gäbe.

Dabei ist irgendwer dabei, auf dem Rüstringer Berg einen schlüssigen Bogen über die vergangenen Zeiten zu ziehen – Dinge und Ereignisse, die vordergründig scheinbar wenig miteinander verbindet, auf eine wunderbar wohltuende Weise miteinander zu verflechten.

Den Anfang des Zeitenbogens macht ein – bei Baggerarbeiten zum Zwecke der Fahrwasservertiefung gefundener – mächtiger Stockanker eines Großseglers aus dem 18ten Jahrhundert.

Dem Relikt aus der Vordampfschiffzeit schließt sich die „Halle“ mit dem von Säulen getragenen und mit Grünspan überzogenen Pagodendach an. Als Erinnerung an die wilhelminische China-Epoche, das nach dem Ende der preußischen Kolonialträume jahrzehntelang das Postamt in der Wilhelmshavener Ebertstrasse zierte.

Das schwergewichtigste Element dieses Bogen sind zweifellos die, von den Großmannsplänen des Tausendjährigen Reiches übrig gebliebenen grobkieseligen Betonquadern von anderthalb Metern Seitenlänge, die bis zur großen Sturmflut vom 16ten auf 17ten Februar des Jahres 1962 am Ende des Geniusbankstrandes die seeseitige Schutzmauer des Voslapper Seglerhafen bildeten, und – nachdem sich der tobende blanke Hans grollend von den überfluteten Landmassen zurückgezogen hatte – überraschenderweise am Fuße des Rüstringer Berges zu finden waren.

Daneben haben auf dem Areal eine Reihe ausgedienter Gußplatten als Zeugnis der industriellen Entwicklung der Region aus den frühen Produktionstagen der Sander Eisengiesserei ihre hoffentlich letzte und gebührende Ruhestätte gefunden.

Ein Schaukasten unterhalb der obersten Ebene vermittelt einen ersten Eindruck der Anlagen der Nord-West-Ölleitung im sogenannten Heppenser Groden als Hinterland des Rüstringer Berges. In den Endfünfziger Jahren stand die hunderte von Metern ostwärts in die Jade hineinragende Tankerlöschbrücke für den Anfang einer neueren Industrialisierung – eines neuen Zeitalters innerhalb der Stadtgrenzen.

Die Umschlagsanlagen der NWO im Heppenser Groden haben bis in die Gegenwart berechtigten Bestand, wogegen viele Folgepläne von großen Traumfabriken immer wieder zerplatzten, wie bunte, sich in Stacheldraht verfangende Luftballons. Und immer wieder wurde von den oft planlosen Planern an den Hebeln der Macht der Natur ein Stück ihrer Natur für die Errichtung von zumeist Luftschlössern genommen.

Eine Gedenktafel versucht, die Gedanken an die Partnerschaft des Marinestandortes Wilhelmshaven mit dem US-amerikanischen Flottenhafen Norfolk wachzuhalten, oder zumindest darauf hinzuweisen, dass eine Verbindung zwischen den Städten auf militärischer Ebene besteht. Als eine mit Leben erfüllte Partnerschaft vermag ich diesen Bund allerdings schwerlich benennen – er ähnelt für mich frappierend einer Ehe, einer Scheinehe die nur  auf dem Papier besteht.

Zum neuesten Projekt „Seefrieden“ mit den in den Himmel ragenden Dalben und den darauf angebrachten Gedenkschildchen mit den Namen von auf See bestatteter Verstorbener – auf Grund dessen mich mein Weg nach langer Zeit überhaupt einmal wieder zum Rüstringer Berg führte – passt im maritimen Sinne eine große, aus der aktiven Verwendung ausgemusterte Fahrwassertonne , die ein findiger Geist zur Wasserseite hin, auf dem Plateau unmittelbar davor, plaziert hat.

Der kleine Süßwasserteich in der Senke abseits des ehemaligen Oase-Standortes würde mit ein wenig Kreativität zu einem wunderbaren Kontrapunkt dieser auch gedanklich in erster Linie seewärts gerichteten Anlage werden – zu einem Ruhepol inmitten der Ruhe und des Gedenkens an die Seelen der Dahingegangenen.

Ich wünschte mir, in der Stadt und im Umland würde verstärkt und mehr auf dieses ja wohl einmalige Ensemble in der Region hingewiesen werden.© ee

 

auch zu finden hier : https://planquadratalphablog.wordpress.com/2018/11/09/ein-bild-das-erinnerungen-weckt/

Veröffentlicht in Ewald Eden, Poesie, Satzflüge

Unerfüllt . . .

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Unerfüllt . . .

Meine Sehnsucht wollt’ auf Reisen
die Dunkelheit würd’ schützen sie
der Mond sollt’ ihr die Wege weisen
sie fragte mich – ich sagte zieh’.

Ich kannte ihr Begehren Ziel
sie braucht’ es nicht zu nennen
ich wußte um der Liebe Spiel
ich sah das Feuer brennen

Nun wart’ ich daß sie wiederkehrt
wart’ auf ihr Berichten
solange sich mein Herz verzehrt
ergeht sich in Gedichten

Ich wart’ auf strahlend Sonnenschein
wie einst an unser’n Stränden
ich flüster laut ich bin ganz dein
egal wie es wird enden.

©ee